Mars ist der äußerste erdähnliche Planet des Sonnensystems. Pluto, dem man diese Rolle lange Zeit zugesprochen hatte, gehört heute zur Klasse der Kleinplaneten und ist mit Mars, der über eine Gesteinskruste verfügt, sicher nicht vergleichbar.
Da der Mars etwa halb so groß und somit wesentlich masseärmer als die Erde ist, vermochte er nicht, eine dichtere Atmosphäre dauerhaft an sich zu binden und präsentiert sich dem Erdbeobachter als rötlich gefärbte Gesteinswüste.
Äquatorradius: 3 394 km
Masse: 6,4 E23 kg
mittlere Dichte: 3,93 g/ccm
siderische Rotationsdauer: 1,03 d

An der Oberfläche besteht der Mars aus Silikatgestein. Man geht davon aus, dass die Marskruste dicker als 50 km ist. Anders wäre nicht zu erklären, warum sie beispielsweise den Vulkan Olympus Mons tragen kann. Der von einem Gesteinsmantel umgebene Marskern kann kaum aus flüssigem Eisen bestehen, denn sonst würde der Dynamoeffekt auch ein planetares Magnetfeld erzeugen, das Mars aber nicht besitzt. Man hält daher einen festen Kern aus Eisen oder Eisensulfid für wahrscheinlich.

Auf Mars sind eine Reihe von Oberflächenformationen zu erkennen, die man auch von anderen erdähnlichen Himmelskörpern kennt. Es gibt Vulkane, die allerdings gegenwärtig keine Anzeichen von Aktivität erkennen lassen, langgezogene Täler, Hochländer und Tiefebenen.
Bemerkenswert ist die Zweiteilung des Antlitzes unseres Nachbarplaneten:
Während in der nördlichen Hemisphäre hauptsächlich junge Vulkanebenen zu sehen sind, konzentrieren sich die alten Hochländer auf die südliche Marskugel.
Bereits mit größeren Fernrohren kann man die Polkappen des Mars beobachten, deren Ausdehnung von der Jahreszeit auf der entsprechenden Hemisphäre abhängig ist.
Sie bestehen aus Wassereis und Kohlenstoffdioxidschnee.

Unter den Vulkanen ist insbesondere Olympus Mons bemerkenswert. Der Berg ist mit über 25 km vertikaler Ausdehnung der höchste im gesamten Planetensystem. Aber auch seine übrigen Abmessungen sprengen alle Vergleiche. Der Basisdurchmesser des gigantischen Vulkans beträgt 700 km. Zum Vergleich: Die größten Vulkane auf der Erde erreichen gerade einmal einen Basisdurchmesser von rund 100 km.

 

Deutlich sind insbesondere an älteren Formationen die Spuren von Erosion zu erkennen, was auf Wind - teilweise auch auf einstmals geflossenes Wasser zurückzuführen ist. Das Bild zeigt Erosionsformen, die fließendes Wasser am Rand eines Kraters hervorgerufen hat.

 

Das Bild zeigt das Canyonsystem Valles Marineris, dessen Ausdehnung rund 5 000 km beträgt.

 

Das Bild stammt von der 2. Mars Lander Mission und zeigt die Oberflächenbeschaffenheit unseres Nachbarplaneten.

Atmosphäre
Der Mars besitzt eine recht dünne Atmosphäre aus Kohlenstoffdioxid und Stickstoff. An der Oberfläche beträgt der Gasdruck nur ein Hunderstel des Druckes auf der Erde. Von den meteorologischen Erscheinungen in der Atmosphäre sind die regelmäßig auftretenden Staubstürme von besonderer Bedeutung. Der hohe Geschwindigkeiten erreichende Wind ist in der Lage, größere Mengen an Staubteilchen von Boden aufzuheben und in die höhere Atmosphärenschichten zu tragen. Mitunter erfassen die Stürme den gesamten Planeten, dessen Oberfläche dann völlig verhüllt wird.

Leben auf dem Mars?
Da die Rotationsachse des Mars eine ähnliche Neigung wie die Erdachse gegen die Bahnebene aufweist, gibt es auf dem Mars Jahreszeiten ähnlich denen auf der Erde. Mit dem Einzug des Frühlings auf einer Marshemisphäre ist die langsame Erwärmung des Bodens verbunden, die betreffende Polkappe geht zurück oder verschwindet wie die Nordpolkappe ganz.
Auf dem Mars hat man sehr viele Anzeichen für einstmals fließendes Wasser gefunden. Dies führte zu Spekulationen über mögliche primitive Lebensformen auf dem Mars. Die Untersuchung von Bodenproben durch die Marslander Viking 1 und 2 im Jahre 1976 erbrachte allerdings keine Belege für diese Annahme.
Marsforscher halten es daher immer noch für möglich, dass  Leben auf dem Mars möglich wär - zumindest aber in der Vergangenheit möglich war.
Meteorite, die vom Mars stammen und die man auf der Erde gefunden hat, beinhalten winzige Substrukturen, die man auf Mikroben zurückführen kann. Ein endgültiger Beweis für diese umstrittene These steht aber noch immer aus.

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