Der größte Planet des Sonnensystems ist Jupiter. Jupiter besitzt mehr Masse als alle anderen Planeten zusammen. Sein Durchmesser ist 11-mal größer als der Durchmesser der Erde.
Als Gasplanet verfügt Jupiter nicht über eine feste Oberfläche, sein Antlitz ist daher ausschließlich von Wolkenstrukturen geprägt.
Das Bild zeigt links den Mond Io und rechts den Mond Europa.
Äquatorradius: 71 825 km
Masse: 1,9 E27 kg
mittlere Dichte: 1,33 g/ccm
siderische Rotationsdauer: 0,41 d
Infolge seiner heftigen Eigendrehung ist er an den Polen merklich abgeplattet. Die Rotation erfolgt differenziell, d.h. die Gebiete in Äquatornähe drehen sich schneller als die in polaren Regionen.

jJupiter

Jupiter besitzt riesige Wolkenstrukturen, die in breiten hellen und dunklen Bändern parallel zum Äquator verlaufen. Die helleren Regionen sind Gebiete, in denen Gas aus dem Inneren des Planeten aufsteigt, die dunkleren Stellen markieren absinkende Materie.
In der Atmosphäre bilden sich immer wieder Flecken, dies sind gewaltige Wirbelstürme, in denen riesige Mengen an Bewegungsenergie gespeichert sind; daher sind es relativ langlebige Objekte.

Der Große Rote Fleck
Der Fleck verschwand schon mehrmals, seit 1878 konnte man ihn jedoch lückenlos beobachten.
Der Große Rote Fleck ist rund 40 000 km x 15 000 km groß; die Erde hätte in ihm "bequem" Platz.
Diesen dramatischen Anblick von Jupiters Großem Roten Fleck und seiner Umgebung lieferte Voyager 1 am 25. Feb. 1979, als sich die Sonde 9,2 Millionen Kilometer entfernt aufhielt. Wolkenfeinheiten bis zu einer Größe von 160 Kilometern Durchmesser sind noch zu erkennen. Das farbenfrohe, wellige Wolkenmuster links vom Großen Roten Fleck ist eine Region außerordentlich komplexer und vielseitiger Wellenbewegungen.


Dass der Kern aus festen Gestein und Eisen besteht, folgt aus der Tatsache, dass seit 4 Mrd. Jahren viele Kometen auf Jupiter gestürzt sind: Jupiter besitzt eine Schutzfunktion für die 4 inneren Planeten.

Jupiters Wärmehaushalt
Jupiter gibt mehr Wärme in den Weltraum ab, als er von der Sonne empfängt (Gilt auch für weitere Gasplaneten). Vermutlich stammt diese Wärme noch aus seiner Entstehungszeit, während der sich die Jupitermaterie zusammenzog und dabei potenzielle Energie des Gravitationsfeldes in Wärme umgewandelt wurde. Die innere Wärmequelle von Jupiter ist der Motor der großräumigen atmosphärischen Bewegungen.

Jupiters Ringsystem

Jupiter besitzt ein dünnes Ringsystem, das erst im Jahre 1979 mit Hilfe der Raumsonde Voyager 1 entdeckt wurde, inzwischen aber auch durch Beobachtungen von der Erde aus untersucht werden konnte. Der hellste Teil des sehr dünnen Ringes ist rund 1,8 Planetenradien von Jupiter entfernt.
Die äußerst kleinen Ringteilen können nicht dauerhaft in dem flachen Band verweilen, sondern gelangen nach einiger Zeit zur oberen Atmosphäre des Gasplaneten. Daher ist ein Materienachschub für die Ringbestandteile unerlässlich. Das nachgelieferte Ringmaterie stammt von den nahen Monden und wird wahrscheinlich beim Aufprall kleinerer Meteoroide oder durch den Sonnenwind aus den Oberflächen der Jupitertrabanten herausgeschlagen.

Jupiters Magnetfeld
Mit 1,6 Tesla besitzt Jupiter das bei weitem stärkste Magnetfeld aller Planeten des Sonnensystems. Darin gefangene Teilchen stammen sowohl vom Sonnenwind als auch vom Jupitermond Io. In der Nähe der Jupiterpole wurden Polarlichter beobachtet.

Die Bilder, die mit Hilfe des Hubble-Weltraumteleskops entstanden, zeigen Aufnahmen dieser Polarlichter.

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