Ursa Major – Großer Bär (in Europa auch: Großer Wagen) besteht aus sieben sehr hellen Sternen.


Mizar (2,3 m) und der lichtschwächere Alkor (4,0 m) sind das bekannteste Mehrfachsternsystem; sie stehen 11,8’ auseinander und man kann sie mit bloßem Auge getrennt sehen. Doch 14,4” neben Mizar befindet ein weiterer Stern mit der Helligkeit 4,0 m, der aus drei Komponenten besteht. Da Mizar selbst doppelt ist, enthält dieses System sechs Sterne.

Durch die Bewegung um die Sonne verändert die Erde ihre Lage ständig im Raum. Dadurch verschiebt sich aus die Position eines irdischen Beobachters bei der Beobachtung eines Sternes. Dieser Effekt ist sehr gering und nur für nahe Sterne messbar. Die erste Messung der jährlichen Parallaxe gelang Friedrich Wilhelm Bessel 1838.

Dies ist sehr unpraktisch, da man ständig mit den sehr kleinen Winkeln rechnen muss.
Deshalb führte man eine neue Längeneinheit ein, mit der sich der Rechenaufwand erheblich vereinfacht.

Da sich mit den besten Fernrohren noch Winkel von 0,01'' auflösen lassen, kann mit der Parallaxe Entfernungen zu Sternen bestimmen, deren Abstand zur Sonne unter 326 ly beträgt.

Am 8. August 1989 wurde der nach dem dem griechischen Astronomen Hipparch von Nicä benannte Satelitt Hipparcos (High Precision Parallax Collecting Satellite) gestartet. Wegen eines Fehlers in seinem Raketenmotor erreichte er die geplante geostationäre Umlaufbahn nicht. Dennoch war Hipparcos für die Astrometrie ein bedeutender Meilenstein: Die Örter, Parallaxen und Eigenbewegungen von 118.000 Sternen wurden mit einer zuvor unerreichten Präzision von etwa 0,001″, also einer Millibogensekunde, gemessen. Die Daten von Hipparcos erlauben es, den Abtand von Sternen zu bestimmen, die weniger als 3000 Lichtjahre entfernt sind.

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