Das Kreuz des Südens ist in Europa nicht zu beobachten; Acrus und Mimosa zählen zu den hellsten
Sternen am südlichen Firmament.


Das Auge nimmt alpha-Centauri als Stern der Helligkeit – 0,3 m wahr. Er besteht aus zwei Komponenten,die die gleiche Farbe und Größe wie unsere Sonne besitzen. Sie erscheinen so hell, da sie nur 4,4 Lichtjahre von uns entfernt sind. Alpha-Centauri hat noch eine dritte Komponente, einen unauffälligen roten Zwergstern: Proxima Centauri, der nur 4,3 Lichtjahre entfernt ist.

Ein Astronom kann seine Forschungsobjekte, die Sterne und Planeten, nur aus der Ferne beobachten. Ihm bleiben nur Photonen, die er mit seinen Instrumenten einfangen und analysieren kann. Es ist schon erstaunlich, wie kreativ die Astronomen im Laufe der Zeit waren und wieviel Informationen sie aus diesen Photonen extrahieren können.
Verschärft wird die Situation noch durch die großen Entfernungen. Hier gibt es quasi nur drei Parameter, die die ein Astronom beobachten kann: Neben der Richtung, aus der das Licht der Sterne kommt (Position) und der Qualität des Sternenlichts (Spektroskopie) ist die Messung der Helligkeit – die Photometrie – der dritte große Zweig der beobachtenden Astronomie.

Einer der ersten, der sich damit beschäftigte, wie man die Sterne anhand ihrer Helligkeit einteilen kann, war Hipparchos von Nicäa (ca.190 v.Chr. bis ca.120 v.Chr.). Er teilte die mit freiem Auge sichtbaren Sterne in sechs Größenklassen ein.
Die hellsten Sterne am Himmel wurden als “Sterne 1. Größe” katalogisiert;
diejenigen, die man gerade noch mit freiem Auge sehen konnte als “Sterne 6. Größe”.

Diese Helligkeitseinteilung wurde über die Jahrhunderte immer mehr verfeinert. Nach Erfindung des Teleskops wurde es nötig, die Skala über die 6. Größe hinaus zu erweitern, da man selbst mit einem einfachen Teleskop lichtschwächere Sterne sehen kann. Die modernen Großteleskopen schaffen es heute, Sterne bis etwa der 30. Größenklasse zu beobachten. Auch die lichtstärksten Objekte am Himmel zeigten unterschiedliche Helligkeiten, so dass die Skala ins negative erweitert werden musste.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts stellte man die Skala von Hipparch auf den messbaren Lichtfluss der einzelnen Sterne um. Hierfür verwendete man folgende Ergebnisse:
Ein Stern 1. Größenklasse ist hundertmal heller als ein Stern 6. Größenklasse und
das Weber-Fechner-Gesetz, das besagt, dass sich der subjektiv empfundene Lichtreiz proportional zum Logarithmus der messbaren Bestrahlungsstärke verhält.

 

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