Am 29.03.2017 machte das biochemische Praktikum, ein Kurs der Q 11, eine Exkursion an die Universität Bayreuth, wo es das Demonstrationslabor Bio-/Gentechnik besuchte. Der Tag stand unter dem Motto „Genetischer Fingerabdruck“.

Nach einer kurzen Einführung in die Grundlagen der Genetik bereiteten die Schüler eine Polymerase-Kettenreaktion vor, welche dann über die Mittagspause ablief.

Anschließend wurde DNA aus menschlichen Schleimhautzellen isoliert. Dazu muss zunächst ein Schüler pro Experimentiergruppe eine Probe zur Verfügung stellen. Dann mussten die Zellmembran aufgelöst werden, anschließend der Zellkern und zuletzt das Erbgut aus dem Gemisch isoliert werden.

Zuletzt wurde zur Auswertung eine Agarose-Gelelektrophorese durchgeführt. Durch die unterschiedlichen Längen der einzelnen DNA-Moleküle und  somit ein unterschiedlich schnelles Durchlaufen des unter Spannung stehenden Gelkissens werden sie aufgetrennt. Da dem farblosen Erbgut ein bioluminenzierender Farbstoff zugegeben wurde, konnte man unter UV-Licht das Ergebnis als unterschiedliche Striche auf dem Gelkissen sehen. Dieses Verfahren wird auch in der Kriminalistik angewendet, wenn eine Gen-Probe von einem Tatort mit dem Erbgut eines Verdächtigen verglichen werden soll. Dafür wird zunächst das Erbgut isoliert, eine Polymerase-Kettenreaktion ausgeführt und anschließend das Ergebnis der Agarose-Gelelektrophorese von der DNA vom Tatort mit der des Verdächtigen verglichen. Dieses wird für verschiedene Abschnitte wiederholt, so dass mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit gesagt werden kann, ob es sich um den Täter handelt oder nicht.

Der BcP-Kurs genoss den Ausflug an die Universität Bayreuth und erhielt bei den Versuchen zu einem sehr großen Teil auch gute Ergebnisse.

Ein Dankeschön geht an dieser Stelle an die Universität Bayreuth für die Bereitstellung des Labors, der Geräte und der vorbereiteten Puffer und Lösungen und für die professionelle Betreuung durch Herrn Dr. Scharfenberg und seine Mitarbeiterinnen.

(Simon Roth, Q11)