Vier unserer Schüler, Luca Betz, Patrick Bär, Marcel Schöckel und Josias Neumüller, haben beim Wettbewerb "Invent a Chip" ihr Wissen unter Beweis gestellt und wurden als eines von 10 bundesdeutschen Teams Anfang Mai zu einem viertägigen Workshop ans Institut für mikroelektronische Systeme der Universität Hannover eingeladen. Über ihr Erlebnisse und Erfahrungen berichtet Luca Beetz Folgendes:

"Als eines der zehn Teams, die von der ‚Invent a Chip‘ Jury ausgewählt wurden, durften wir in Hannover an einem dreitägigen Workshop teilnehmen, der uns auf die Praxisphase des Wettbewerbs vorbereitet hat. In diesem wurde uns vieles über verschiedene Themen der Mikroelektronik beigebracht und auch über die Planung und Umsetzung eines Projektes im Allgemeinen. Vor allem aber fokussierte sich derWorkshop auf die Verwendung und Programmierung sogenannter "FPGA-Boards", die wir in der sich dem Workshop anschließenden Praxisphase zur Umsetzung unseres Projektes verwenden.

Erklärung FPGA:
Ein "FPGA" oder "Field-programmable gate array" ist ein Integrierter Schaltkreis, dessen innere Verschaltung durch ein Programm beschrieben werden kann. Dies bedeutet, dass er nicht, wie ein Mikroprozessor, ein zuvor geschriebenes und anschließend kompiliertes Programm ausführt (wie zum Beispiel der ATmega328P-Mikroprozessor, der auf vielen Arduino-Boards verbaut ist), sondern seine innere Verschaltung verschiedener Logik-Elemente der Beschreibung (dem Programm) entsprechend anpassen kann. Man programmiert also keine Abläufe, sondern beschreibt wie der Chip in sich verschalten ist.

Nach dem Workshop gilt es nun unser Projekt, einen Sensor zur Kontrolle einer gesundheitsfördernden Sitzhaltung, mit dem dort Gelernten umzusetzen. Hierfür müssen wir die richtigen Sensoren bestellen, Schaltpläne und Skizzen kreieren und das FPGA richtig beschreiben. Aktuell arbeiten wir an der Umsetzung des I2C-Protokolls, das wir für die Kommunikation zwischen FPGA und Sensoren benötigen, um deren Werte auslesen zu können.

Insgesamt hat die bisherige Umsetzung des Projektes sehr viel Spaß gemacht und wir sind sehr gespannt auf dessen weitere Realisierung. Es ist sehr schön, dass Wettbewerbe wie "Invent a Chip" existieren und auch aktiv von der Bundesregierung und von verschiedene Firmen gefördert werden. Es ist jedem zu empfehlen, an diesem und auch anderen Wettbewerben teilzunehmen, da man viel Neues lernt, Kontakte knüpft und nebenbei eventuell sogar Preise gewinnen kann."

Bleibt zu hoffen, dass unsere 4 Nachwuchsingenieure ihr Projekt zu einem preisverdächtigen Ende bringen und dadurch vielleicht auch viele Mitschülerinnen und Mitschüler anspornen. Auf Grund der gemachten Erfahrungen im Workshop und während der Praxisphase haben unsere Teilnehmer auf alle Fälle für sich selbst schon viel gewonnen!

Wolfgang Lormes