800 Spiele warteten auf Begeisterte

oder: Eine Fortbildung mit Spaßfaktor

Am Freitag war es soweit: Am späten Vormittag trafen wir uns zu viert am Bahnhof und fuhren nach Nürnberg ins „Eckstein“, ein Haus der evangelischen Kirche, das zu Fortbildungen aller Art genutzt wird.

Unser Ziel: das Nürnberger Spielefest 2026.

Und wirklich: ein riesiges Regal voller großer Spiele sowie viele Kisten mit kleinen Spielen warteten auf uns. Schon gleich am Eingang wurden wir angesprochen: Mitspieler gesucht! Frau Kolb war plötzlich verschwunden: Wir fanden sie später bei einer Ganztagsbetreuung aus einem Nürnberger Gymnasium, mit denen sie ein neues Kartenspiel ausprobierte. Wir anderen schauten erst mal, entdeckten einige bekannte Spiele und ließen uns beraten.

Schön war die Atmosphäre im ganzen Haus: Überall saßen Menschen zusammen und spielten. Die Mitglieder des Spieleclubs waren durch T-Shirts zu erkennen und halfen, so gut es ging. Was mich am meisten berührte, war die Vielfalt: Da saßen ältere Damen, junge Papas mit Baby vor dem Bauch, Teenager, Kinder und Studentinnen. Viele kamen einfach nur so zum Spielen, andere wollten neue Spiele kennenlernen und mussten dann erst mal alles auspacken und vorbereiten.

Die Zeit verging wie im Flug und dann mussten wir auch wieder zurück nach Hause fahren. Was nehmen wir mit? Was bleibt?

Auf jeden Fall bleibt Begeisterung für Spiele aller Art, die wir mit ins Kidz nehmen. Lust, Neues auszuprobieren und auch Spiele selber zu machen. Und die Erfahrung, wie beim gemeinsamen Spielen Freundschaften entstehen. Wahrscheinlich ist es beim Sport ähnlich: Wenn man spielt, dann spielt man: Grübeln oder sich sorgen oder an andere Dinge denken, das alles geht nicht. Aber Lachen, das geht. Und ins Schwitzen kommt man auch!

Karin Herbst