Ihre Erfindungen sind weltweit bekannt, ihre Geschichten bewegen sowohl Jung als auch Alt, dabei sind besonders die Kindheitshelden Asterix und Obelix jedem bekannt und nicht mehr wegzudenken – Natürlich ist hier die Rede von den Römern. Von diesen kann man sogar heute noch Neues lernen oder erfahren, die Beschäftigung mit ihnen wird nicht langweilig. Deswegen hat sich das Projekt-Seminar Latein vom Markgraf-Georg-Friedrich Gymnasium im Schuljahr 2025/26 als Ziel gesetzt, ein Stück Rom in das kleine oberfränkische Städtchen Kulmbach zu bringen.

Das sogenannte P-Seminar besuchen Schülerinnen und Schüler aus den 11. Klassen und das Ziel ist es, berufliche Erfahrungen zu sammeln, Perspektiven für das zukünftige (Berufs-)Leben zu erhalten und eigenständig ein Projekt zu planen. Im Fokus dieses Seminars unter der Leitung von StRin Pauline Pfister stand von Beginn an die Gestaltung eines Römertags für andere Schülerinnen und Schüler, um die antiken Römer wieder lebendig werden zu lassen.

Um dieses Projekt gemeinsam auf die Beine zu stellen, trafen sich die Schülerinnen und Schüler wöchentlich seit Schuljahresbeginn. Es begann damit, sich zu überlegen, wer die Zielgruppe des Römertags ist. Schnell wurde beschlossen, die 4. Klassen aus den Grundschulen des gesamten Kulmbacher Landkreises anzusprechen und für das Projekt zu begeistern. Dies erforderte zunächst Einiges an Organisation und Verantwortung, sodass sich die 11. Klässlerinnen und 11. Klässler direkt beweisen konnten.  Nach einer Anfrage für den Besuch der Kulmbacher Grundschulen, durften sie diverse Grundschulen besuchen. Sie hinterließen dort großen Eindruck und schafften es, viele Kinder zu überzeugen und eine hohe Anmeldezahl für den Römertag zu erzielen.

Am Samstag, den 31. Januar 2026, was es endlich so weit: Die Römer fanden Einzug ins MGF und der Römertag stand an. Über 60 Grundschulkinder kamen zu Besuch an das MGF, um den Tag mit verschiedenen Aktionen zu verbringen und in die Welt der antiken Römer einzutauchen. Für sie wurde ein vielfältiges Programm ausgearbeitet, das diesen Tag für die Kinder zu einer unvergesslichen Erinnerung gemacht hat. Die Kinder konnten den römischen Alltag hautnah miterleben. Zu Beginn wurden sie von Prof. Dr. Ralf Behrwald von der Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Bayreuth anhand eines anschaulichen und lebendigen Vortrags in den Alltag eines römischen Kindes eingeführt. Herr Behrwald war von dem Interesse und der Beteiligung der Kinder begeistert: „Es ist schön, zu sehen, wie viel die Kinder bereits über die Römer und ihre Gewohnheiten wissen.“ Daneben machten sie mit einem Theaterstück des P-Seminars eine kleine Zeitreise und wohnten unter anderem einem Gerichtsprozess bei. Doch um sich tatsächlich als richtigen Römer zu fühlen, gab es noch diverse Workshops, die sie im Anschluss durchlaufen durften: So stellten sie ihr Können als Gladiator*in unter Beweis und erhielten ein Zertifikat dafür, sodass sie sich nun immer als vom MGF geprüfte Gladiatoren ausweisen können. Sie durften sich als Römer verkleiden, Mosaike herstellen und Keramik bemalen und ihr Glück in römischen Spielen versuchen – wie ein waschechter Römer. Zudem konnten die Kinder auch in kulinarischer Hinsicht den Römer näherkommen und typisch römische und griechische Speisen kosten.

Am Ende waren nicht nur die Grundschüler verzaubert, sondern auch die Lehrer der MGF-Schülerinnen und -Schüler, die das Seminar an diesem Tag und im Vorfeld unterstützt haben: „Alle sind sich einig, dass es ein gelungener Tag war, und es ist schön, zu sehen, wenn die Kinder am Ende des Römertages mit einem strahlenden Gesicht und voller Stolz über ihre selbstgebastelten Sachen nach Hause gehen. Man sieht, dass sich die ganze Arbeit gelohnt hat“, fasst StRin Pfister das Ergebnis des Projektes zusammen.

Nach diesem rundum positiven Erlebnis bleibt es zu hoffen, dass die Römer auch in Zukunft häufiger an das MGF kommen und auch weiterhin die Schülerinnen und Schüler mit ihrem interessanten Lebenswandel in den Bann ziehen.

Verfasserinnen: Maria Weiche, StRin Pauline Pfister