Vier Schüler Des MGF nahmen in diesem Jahr am Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ teil und erzielten dabei beachtliche Ergebnisse. Lea Kluge erhielt für die Entwicklung eines glycerinspezifischen Sensors den Sonderpreis „Zerstörungsfreie Prüfung“. Ziel des Projekts war die Konstruktion eines Sensors, der im Gegensatz zu herkömmlichen Modellen nicht auf Wasser reagiert. Hierzu wurden eine Infrarot-LED und eine Empfängerdiode mit einer Wellenlänge von 1550 nm eingesetzt und verschiedene Kammeranordnungen hinsichtlich ihrer Eignung getestet. Jonas Brugger belegte mit seiner Arbeit „Einfluss unterschiedlicher Blutzuckerverläufe auf die Konzentrationsfähigkeit“ den zweiten Platz im Fachbereich Biologie. In einer experimentellen Untersuchung verglich er die Auswirkungen eines Hoch-GI- und eines Niedrig-GI-Frühstücks auf die Konzentrationsleistung einer Schulklasse (GI: Glykämischer Index. Je höher der GI eines Lebensmittels, desto stärker wirkt es auf den Blutzuckerspiegel). Die Auswertung mittels statistischer Verfahren zeigte kurzfristige Vorteile bei hohem glykämischem Index, während sich bei einem stabileren Blutzuckerverlauf längerfristig günstigere Effekte andeuteten. Lukas Erlmann erreichte im Fachbereich Arbeitswelt ebenfalls den zweiten Platz. Im Rahmen einer W-Seminar-Arbeit im Fach Physik entwickelte er ein Gerät aus handelsüblichen Komponenten zur Erfassung der Bewegungsaktivität von Milchkühen. Die Daten werden mittels LoRa-Funk übertragen und ermöglichen Rückschlüsse auf den Zustand der Tiere, insbesondere zur Erkennung der Brunst. Kühe, die kurz vor dem Eisprung stehen, haben eine erhöhte Bewegungsaktivität. Dies zu registrieren ist für den Milchviehhalter sehr wichtig. Johannes Pitroff wurde Regionalsieger im Fachbereich Technik mit dem Projekt „Wie gut ist ein selbstgebauter Werkzeugwechsler-3D-Drucker?“. Der 3D-Drucker wurde vollständig in einem CAD-Programm neu geplant und um eine selbst konzipierte modulare Leiterplatte erweitert. Eine optische Toleranzmessung ergab eine Abweichung von 64,4 µm beim Werkzeugwechsel. Zum Vergleich: Ein menschliches Kopfhaar hat einen ungefähren Durchmesser von 50–80 µm. Testdrucke bestätigten eine gute Druckqualität. Johannes qualifizierte sich damit für den Landeswettbewerb und vertritt Mitte April unsere Schule in München. Für das Engagement im Rahmen des Wettbewerbs erhielt die Schule zudem einen Sonderpreis der Sparkasse in Höhe von 300 Euro. Wir gratulieren unseren Schülern herzlich zu diesen großartigen Leistungen und wünschen Johannes viel Erfolg beim Landeswettbewerb in München!
Matthias Kohles Betreuungslehrer Jugend forscht
