Zum Schuljahresende machte sich eine Gruppe von 30 Schülerinnen und Schülern unserer Oberstufe gemeinsam mit ihren Lehrkräften Frau Ferner und Herrn Münch auf den Weg nach Budapest. Bereits um 6.00 Uhr morgens startete der Bus am MGF in Kulmbach. Nach einer recht langen, aber glücklicherweise völlig reibungslosen Anreise erreichte die Gruppe am frühen Abend die ungarische Hauptstadt. Nach dem Einchecken im Hostel im lebendigen jüdischen Viertel stand noch ein erster gemeinsamer Stadtbummel auf dem Programm, an dessen Anschluss die Schülerinnen und Schüler die zahlreichen Restaurants und Streetfood-Angebote der Umgebung auf eigene Faust erkunden und den ersten Abend entspannt ausklingen lassen konnten.
Der zweite Tag begann – trotz eines eher überschaubaren Hostel-Frühstücks, das bei manchen den Wunsch nach einem zweiten Frühstück weckte – mit guter Laune. Gemeinsam mit der sympathischen Stadtführerin Szilvia, die die Gruppe mit ihrem ausgezeichneten Deutsch, ihrem großen Fachwissen und vielen unterhaltsamen Anekdoten überzeugte, erkundete die Gruppe zunächst das Burgviertel auf der Budaer Seite mit seinen beeindruckenden Sehenswürdigkeiten. Nach einer kurzen Freizeit führte die Rundfahrt weiter zum Heldenplatz, wo ebenfalls Zeit für einen kurzen Stopp blieb.
Am Nachmittag dann erfuhren die Schülerinnen und Schüler im Pester Strudelhaus Wissenswertes über die traditionelle Herstellung des berühmten Gebäcks. Anschließend durften sie selbst versuchen, hauchdünnen Strudelteig auszuziehen – was gar nicht so einfach war – und natürlich verschiedene Strudelvariationen verkosten.
Der dritte Tag führte die Gruppe am Vormittag in das Haus des Terrors. Die eindrucksvolle Ausstellung vermittelte auf bewegende Weise die Geschichte Ungarns unter der nationalsozialistischen und später der kommunistischen Diktatur. Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich beeindruckt von den Erzählungen über die persönlichen Schicksale und der anschaulichen Gestaltung des Museums.
Am Abend bot eine Schifffahrt auf der Donau noch einmal einen ganz anderen Blick auf Budapest. Die prachtvollen Gebäude entlang des Flusses sorgten für unvergessliche Eindrücke und zahlreiche Fotomotive. Während der Großteil der Gruppe den Sommerabend in der Stadt genoss, entschieden sich einige kulturbegeisterte Schülerinnen für einen Besuch der Ungarischen Staatsoper und erlebten dort eine meisterhafte Darbietung der Musikerinnen und Musiker.
Der vierte Tag führte an den Balaton. Erster Halt war das elegante Balatonfüred mit seiner schönen Uferpromenade. Zur Mittagspause ging es weiter auf die Halbinsel Tihany, die mit ihrem herrlichen Blick über den See und ihren zahlreichen Lavendelprodukten dazu einlud, einige Souvenirs mitzunehmen. Nach einer kurzen Fährüberfahrt ans Südufer durfte bei hochsommerlichen Temperaturen natürlich auch ein Badestopp im angenehm warmen Balaton nicht fehlen.
Am fünften Tag hieß es schließlich Abschied nehmen. Nach einer abwechslungsreichen Woche voller kultureller Eindrücke, spannender Geschichte und gemeinsamer Erlebnisse trat die Gruppe die Heimreise an. Und wer nach der langen Busfahrt noch nicht genug erlebt hatte, ließ den Tag traditionell auf dem Kulmbacher Bierfest ausklingen.
OstRin Sarah Ferner






