Musischer Zweig2020-09-16T13:38:19+02:00
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Der musische Zweig am MGF

Musik gilt als prägender Bestandteil aller Kulturkreise. Die besondere Förderung der Kreativität und eine vertiefte ästhetisch-kulturelle Bildung sind das Ziel des Musischen Gymnasiums.

In der 5. Klasse erlernen die Kinder in 2er- oder 3er Gruppen ein Instrument. Für die Wahl des Zweiges werden keine instrumentalen Fertigkeiten und kein musiktheoretisches Wissen vorausgesetzt, wohl aber Freude und Begabung im musischen Bereich.

In den Jahrgangsstufen 8-10 wird Musik zweistündig unterrichtet, der Instrumentalunterricht wird fortgesetzt. Die Stundenzahl in den Fächern Sport und Kunsterziehung wird gegenüber den anderen Ausbildungsrichtungen erhöht.

Der musische Zweig bietet

▪ Ausbildungsbeginn bereits ab der 5. Jahrgangsstufe und somit drei Jahre zusätzliche zweigspezifische Förderung.
▪ individuellen und kostenfreien Instrumentalunterricht in Zweier- oder Dreiergruppen bei hochqualifizierten InstrumentalpädagogInnen.
▪ Aufnahme in die 5. Jahrgangsstufe ohne instrumentale Vorkenntnisse.
▪ das Erlernen der Weltsprache Musik.
▪ Stärkung sozialer, emotionaler und kognitiver Kompetenzen durch praktisches Musizieren.
▪ Förderung der allgemeinen Konzentrationsfähigkeit und Gedächtnisleistung.
▪ gemeinsames Musizieren und Lernen in vielfältigen Ensembles (z.B. Orchester, Chor, Bläserensembles, Bigband).
▪ individuellen Unterricht in kleinen Musikklassen in der Mittelstufe.
▪ Förderung im Kunst- und Theaterunterricht.
▪ Netzwerk- und Wettbewerbsvorteile bei der Vergabe von Stipendien, Studien- und Arbeitsplätzen aller Art.

Kreativität und eine vertiefte ästhetisch-kulturelle Bildung

Für den Eintritt in die Jahrgangsstufe 5 des musischen Zweiges werden keine instrumentalen Fertigkeiten und kein musiktheoretisches Wissen vorausgesetzt, wohl aber Freude und Begabung im musischen Bereich. Es können sich also selbstverständlich auch SchülerInnen, die noch kein Instrument spielen, für den musischen Zweig anmelden. Die Musiknote des Übertrittszeugnisses sollte nicht schlechter als Note 2 sein. Sonst gelten die üblichen Aufnahmebedingungen. Bei Unsicherheit kann auch in einem Beratungsgespräch an den Schulen vor Ort geholfen werden. Auch beim musischen Zweig gilt: Um den Zweig erfolgreich zu absolvieren, ist eine gewisse Ernsthaftigkeit und Übekonstanz erforderlich.
Da die kulturelle Bildung sehr stark von den Griechen und Römern beeinflusst wurde, ist der musische Zweig an Latein gebunden, welches man in der Regel nach Englisch als zweite Fremdsprache wählt.
Der musische Zweig ist eine von sechs Ausbildungsrichtungen an den bayerischen Gymnasien. (humanistisches Gymnasium, sprachliches Gymnasium, naturwissenschaftlich-technologisches Gymnasium, Wirtschaftsgymnasium und sozialwissenschaftliches Gymnasium)
Aktuell gibt es in Bayern 52 Gymnasien, die ab der 5. Klasse den musischen Zweig anbieten durften. In Oberfranken sind es momentan fünf Schulen.
Die Kinder des musischen Zweiges erhalten einen intensiveren Kontakt mit dem Fach Musik. Ab der 5. Klasse lernen sie ein Instrument ihrer Wahl, ab der 8. Klasse werden sie auch noch zusätzlich musisch (z.B. Kunst, Tanz, Musikprojekte) gefördert.

Im Prinzip sind alle Instrumente, die in einem Orchester vorkommen und die man an einer Musikhochschule studieren kann, am musischen Gymnasium wählbar. Folgende Instrumente sind an unserer Schule zugelassen:

Streicherbereich:
Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass

Bläserbereich:
Querflöte, Blockflöte (Sopran und Alt), Oboe, Klarinette, Saxophon, Trompete, Posaune, Waldhorn, Tuba

Tasteninstrumente:
Klavier, Orgel, Cembalo, Akkordeon

Zupfinstrumente:
Klassische Gitarre (Im Einzelfall können auch andere Instrumente gewählt werden)

Schlagwerk:
Perkussion (u.a. drumset, Pauken, Malletinstrumente)

Das Fach Gesang (statt eines Musikinstruments) ist nicht zugelassen.

Nein. Die Stundentafel weicht in Jahrgangsstufe 5-7 von den nichtmusischen Zweigen nur in der Verteilung der Fächer minimal ab. Die Instrumentalstunde wird in Jahrgangsstufe 5-7 statt einer dritten Sportstunde erteilt.

Nein. Die zweite Fremdsprache (ab der 6. Klasse) ist im musischen Zweig mit Latein vorgeschrieben.
Die Schüler des musischen Zweiges haben ab der 8. Klasse keine dritte Fremdsprache bzw. weniger naturwissenschaftlichen Unterricht, dafür weiterhin die Instrumentalstunde, eine zweite Musikklassenstunde, eine Profilstunde in Kunst oder Musik und eine zusätzliche Sportstunde.

Nein. Der Bayerische Staat unterstützt die instrumentale Ausbildung mit 0,4 Stunden Wochenstunden pro Schüler/in. In keinem anderen gymnasialen Ausbildungszweig gibt es einen so individuellen Hauptfachunterricht in Kleingruppen (2er bzw. 3er Gruppe) wie im musischen Zweig.

Bis zum Ende der 7. Klasse können Kinder des musischen Zweiges immer noch problemlos in alle anderen Zweige umsteigen, da der sprachliche und naturwissenschaftlich-technologische Zweig erst ab der 8. Jahrgangsstufe beginnt.
Umgekehrt kann ein Kind in den musischen Zweig nur „aufspringen“, wenn es vergleichsweise instrumentale und musiktheoretische Fertigkeiten mit denen eines Schülers, der in der 5. Klasse im musischen Zweig begonnen hat, verfügt und Latein als zweite Fremdsprache gewählt hat.
Wie alle Zweige am Gymnasium endet auch der musische Zweig am Ende der 10. Klasse bzw. im G9 am Ende der 11. Klasse.

Die Fachkolleginnen und -kollegen an den musischen Zweigen beraten gerne. Der bayerische Komponist und Pädagoge Carl Orff war der Meinung: „In jedem Kind steckt ein kleiner Künstler.“ Die Talente zu entdecken und zu fördern, ist Aufgabe der Schule.
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Jede Schülerin und jeder Schüler in Bayern hat ein Anrecht, den gymnasialen Zweig seiner Wahl zu besuchen. Die Schulkostenwegefreiheit wird zum nächstgelegenen Gymnasium mit dem gewünschten Zweig garantiert.

„Music for future?“

Wir wollen den Schülern für jetzt und die Zukunft nicht nur musikalisches Können, sondern auch emotionale Stärke und Intelligenz, personale Kompetenzen, Freude und Einsatzbereitschaft für andere und für die Gruppe vermitteln. Dies sind wichtige „softskills“, die unsere Jugendlichen auch später in Beruf und Freizeit brauchen werden. Musikerziehung hat vielfältige und nachhaltige Lerneffekte. „Aktives gemeinsames Musizieren fördert die Kreativität und stärkt zugleich den Gemeinschaftssinn“, konstatiert Kultusminister Michael Piazolo (Mai 2019).

AKTUELLES AUS DEM MUSISCHEN ZWEIG

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Der musische Zweig am MGF Gymnasium: Ein Interview mit Emma Wernlein und Hubertus Baumann.

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Das MGF-Saxophonensemble unterhielt am Nachmittag des Samstags zum 1. Advent, am 30.11.2019, die Besucher des Handwerkermarktes rund um das Burggut in der Waaggasse.

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