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Spanisch lernen – warum eigentlich?

Am MGF haben die Schüler in der 8. Jahrgangsstufe (G8) die Möglichkeit, Spanisch als 3. Fremdsprache zu wählen. In der neuen Oberstufe des achtstufigen Gymnasiums kann Spanisch in den Jahrgangsstufen 11 und 12 als fortgeführte Fremdsprache sowie als W- und P-Seminar belegt werden. Doch, weshalb gerade Spanisch lernen?  

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Die Weltsprache Spanisch ist Muttersprache vieler Menschen, offizielle Sprache in zahlreichen Ländern, Arbeitssprache in internationalen Organisationen, und somit eine der meist gesprochenen Sprachen der Welt. Besonders in den USA steigt der Anteil der spanischsprachigen Bevölkerung. Spanischkenntnisse eröffnen den Schülern den Zugang zum spanischen Sprachraum, der sowohl in wirtschaftlicher als auch in politischer Hinsicht von wachsender Bedeutung ist. Mit Spanischkenntnissen erhalten die Schüler die Möglichkeit zur intensiven Auseinandersetzung mit Denk- und Lebensweisen der spanischsprachigen Welt, deutlich über Klischees oder auch rein touristische Interessen hinaus.

Im Spanischunterricht erfahren die Schüler Grundlegendes über spanischsprachige Kulturräume, und lernen die unterschiedlichsten Facetten dieser Länder kennen – über Geschichte und Literatur bis hin zu Küche, Geographie und zahlreichen anderen Aspekten. So lernen sie zum Beispiel die Epoche der arabischen Herrschaft auf der iberischen Halbinsel und ihre Bedeutung für Spanien und Europa kennen.

Darüber hinaus begegnen sie den lateinamerikanischen Hochkulturen der Inka, Maya und Azteken und entwickeln dadurch ein Bewusstsein für das wechselseitige Verhältnis zwischen Europa und den spanischsprachigen Ländern des amerikanischen Kontinents.

Im Bereich des Bildungswesens bestehen enge Beziehungen zwischen Deutschland und spanischsprachigen Ländern: Partnerschaften auf vielen Ebenen bieten den Schülern Begegnungsmöglichkeiten; Kooperationen mit Hochschulen und Universitäten im spanischen Sprachraum eröffnen ihnen zahlreiche Perspektiven.

Ein Schüleraustausch des MGF mit einer Schule in Spanien ist vorgesehen.

Gerade auch in Folge des Ausbaus der Wirtschaftsbeziehungen Deutschlands mit Spanien und Hispanoamerika können Spanischkenntnisse beruflich von großem Nutzen sein. Sie erleichtern zudem das Erlernen weiterer romanischer Sprachen. Dank der engen Beziehungen zwischen Lautung und Schreibung können die Schüler Aussprache und Orthographie schnell erlernen. Ihre bereits vorhandenen Sprachkenntnisse sind ihnen von großem Nutzen bei der Aneignung des Wortschatzes und der Strukturen des Spanischen und ermöglichen somit einen raschen, motivierenden Lernfortschritt.


Die Schüler begegnen journalistischen Texten ebenso wie inhaltlich ansprechenden und ästhetisch reizvollen Beispielen einer Literatur von Weltgeltung. Am Beispiel einzelner Länder und im Spiegel von Medien, Filmschaffen, Kunst und Literatur setzen sie sich in je altersgemäßer Weise mit aktuellen Fragestellungen auseinander und lernen auch deren historische Hintergründe kennen. Bekannte Figuren – von Don Quijote bis hin zu Carmen – und herausragende Persönlichkeiten wie Moctezuma und Malinche, Vargas Llosa und García Márquez, Velázquez, Goya, Picasso und Frida Kahlo lassen Erbe und Gegenwart dieser vielfältigen Kulturräume plastisch werden.

Die von den Schülern zu erlernende sprachliche Form soll dem peninsularen Spanisch oder aber einem der hispanoamerikanischen Standards entsprechen. Im rezeptiven Bereich begegnen die Schüler Varianten aus dem gesamten spanischen Sprachraum.

Mit den im Unterricht erworbenen Fertigkeiten verfügen sie auch über die für den außerschulischen Erwerb der offiziellen spanischen Sprachzertifikate D.E.L.E. Sprachzertifikate (Diplomas de Español como Lengua Extranjera) notwendigen sprachlichen Voraussetzungen.